28.02.2012 #s21 Lügen, Tricks und Unverbindlichkeiten #cams21 #vuck21
Manchmal ist es schon erschütternd, wie dreist die Stuttgarter Medien, vor allem StZ und StN, Tatsachen verdrehen. Gestern titelte die StZ, dass Teile des Schlossgartens heute wieder freigegeben würden. Eigentlich kann so etwas nur titeln, wer noch nie in den vergangenen Tagen dort gewesen ist, wo vor wenigen Tagen noch der Mittlere Schlossgarten gewesen ist. Wie kann man sonst die Brache, die Schlammwüste, die vielen Baumstümpfe und den durch die vielen Fahrzeuge vollkommen zerfurchten Rasen, der inzwischen eher einem Acker gleicht, "Schlossgarten" nennen? Das, was freigegeben wird, ist kein Schlossgarten mehr, liebe StZ!
Darüber hinaus zeigt das Bild, das die StZ hierzu veröffentlicht hat, die Karte des Gebiets südlich des Südflügels. Hier ist das sogenannte "Baufeld" rot schraffiert eingezeichnet. Als geneigter, mediengläubiger Leser würde man nun davon ausgehen, dass alles so wäre, wie früher und nur im Baufeld die Bäume gefällt worden wären. Dass das Gebiet, in dem die Bahn mit Baumfällmaschinen und Kettensägen gewütet hat, wesentlich größer ist, als das eingezeichnete "Baufeld", wird verschwiegen. Zur Verdeutlichung habe ich das Gebiet rot eingezeichnet, in dem tatsächlich kaum noch ein Baum wächst und wo von grüner Wiese keine Rede mehr sein kann. Die Karte der StZ kann man nicht anders nennen als Irreführung oder bewusste Lüge!
Aber wir sind ja nichts anderes gewohnt. Gestern wurde in der StZ von der geplanten Bürgerbeteiligung auf den Fildern berichtet. Kein Politiker rechnet damit, dass diese "Bürgerbeteiligung" zu irgendeiner Änderung der Pläne führe, weil jeder Bürgerwunsch wahrscheinlich mit höheren Kosten verbunden sei. Da haben die Politiker wohl recht. Aber selbst wenn die überwältigende Mehrheit der Bürger sich für eine neue Variante der Streckenführung aussprechen würde, hätte dies überhaupt keine Folgen, da auch hier Bürgerbeiteiligung nur "informellen Charakter" hat, also rechtlich und moralisch von vornherein nicht bindend sein wird. Man lädt Bürger ein, mit zu reden, und sagt dann, wir machen es doch so, wie wir es wollen. Da stellt sich doch ernsthaft die Frage, was eine derartige Form der Bürgerbeteiligung Wert ist? Ich nenne das nicht Bürgerbeteiligung, sondern erneute Bürgerverarschung!
Der Protest geht weiter! Wir haben täglich mehr Gründe dafür!
Oben bleiben!
