6.6.2011 #s21 Frühstücksblockade: die Polizei räumt, damit die Arbeiter ins #GWM fahren können. Was ist nun mit dem #Baustopp, Herr Grube?
Heute früh sammelten sich an die 150 K21-Befürworter vor dem Bautor des GWM, um den von Grube zugesagten Baustopp durchzusetzen. Es war eine schöne Stimmung, viele saßen auf den AusSitzen-Strohsäcken, Jonathan klampfte, die Versorgen hatten gute Arbeit geleistet. Bald waren auch schon die ersten blauen Hölscher-Kleinbusse vor Ort, gegen 7:00 waren es dann schon 5 Fahrzeuge, die ins GWM wollten. Die Polizei war natürlich auch dort, zuerst mit 5 Wannen und Antikonfliktteam. Von 7:30 bis 7:45 machte die Polizei dann drei Ansagen, dass die Straße zu räumen sei. Unter den Rufen der Blockierer gingen diese Ansagen der Polizei aber unter. Schließlich wurde die Straße am Schlossgarten komplett gesperrt, es kamen von Richtung Cannstatt 4 Wannen, aus der anderen Richtung sicher insgesamt 10, so dass dann etwa 20 Polizeibusse vor Ort waren. Die Sitzblockierer wurden eingekreist und dann begann gegen 8 Uhr die Räumung. Die Umstehenden wurden heute nicht belangt, wahrscheinlich auch, weil ziemlich viel Presse vor Ort war. Als ich um 9 Uhr ging, saßen noch sicher 25 Leute vor dem Tor und warteten darauf, mitgenommen zu werden. Die Polizei hatte mit Bussen einen nicht einsehbaren Bereich auf der Straße geschaffen, wo die Blockierer ihre Personalien abgeben mussten, sicher auch fotografiert wurden, einen Platzverweis bis 18 Uhr und die Ankündigung einer Anzeige wegen des Verdachts der Nötigung erhielten. Auch Herr Wagner wurde weggetragen - unglaublich, was der Mann alles mitmacht! Über Twitter kam noch die Nachricht, dass eine Blockiererin ins Krankenhaus gebracht werden musste, da sie ohnmächtig geworden sei. Die genauen Gründe kenne ich nicht, ich habe aber gelesen, dass sie beim Wegtragen mit dem Kopf auf den Boden gefallen ist. Und eben, um kurz nach 10 Uhr kam die Meldung, dass die Blockade aufgelöst wäre. Vielen Dank mal wieder an alle, die dort waren!!!
Insgesamt wundert es einmal mehr, dass Herr Grube von Baustopp spricht und dennoch wie in den vergangenen Wochen auch im GWM gearbeitet wird. Einen halben Baustopp kann es nicht geben.
Apropos Herr Grube: Sein "Entgegenkommen", bis zum 15 Juli den Baustopp zu verlängern, wenn Stadt und Land gewisse Bedingungen erfüllen, ist eigentlich eine Unverschämtheit. Man kann sich nur noch wundern, dass niemand der Verantwortlichen wirklich Verantwortung übernimmt, sondern alle Entscheidungen im Zweifel auf die Grün-Rote Landesregierung abgeschoben werden. Außerdem ist es das mindeste, dass die Bahn bis zum Ergebnis des Stresstests keine Aufträge vergibt. Wobei die Bahn sich keinen Gefallen tut, den Stresstest nicht transparent durchzuführen. Denn nur mit einem transparenten Verfahren können Gegner wie Befürworter ein Ergebnis akzeptieren. Sobald es Zweifel an der Transparenz gibt, wird es auch berechtigte Zweifel am Ergebnis geben. Der einzige vernünftige Weg ist, jetzt sofort für die größtmögliche Transparenz zu sorgen, denn nur so ist es möglich, dass das Ergebnis des Stresstests von beiden Seiten akzeptiert wird. Wenn Herr Grube nicht für Transparenz sorgt, ist ein weiterer Verzug der Bauarbeiten durch Blockaden und Protestaktionen sein eigenes Verschulden!
Oben bleiben!
