Zwuckelmanns Meinung http://zwuckelmann.posterous.com Meine Meinung zu allem, was mich bewegt - aktuell vor allem zum Widerstand gegen Stuttgart 21 posterous.com Fri, 16 Mar 2012 02:46:00 -0700 16.03.2012 #s21 Weg mit den Parteien! #cams21 #vuck21 http://zwuckelmann.posterous.com/16032012-s21-weg-mit-den-parteien-cams21-vuck http://zwuckelmann.posterous.com/16032012-s21-weg-mit-den-parteien-cams21-vuck

Gestern haben die Stuttgarter Grünen ihren Spitzenkandidaten für die OB-Wahl im Herbst nominiert. Fritz Kuhn wird sich der Herausforderung stellen - und gerade für uns Gegner des Immobilienwahnsinnsprojekts Stuttgart21 wird es spannend sein, zu sehen, wie viele Stimmen er durch sein (zu) spätes, sorgsam für den Machterhalt kalkuliertes Bekenntnis zu unserer Bewegung aus unserem Lager angeln kann. Dabei bleibt völlig unklar, welche realistischen Möglichkeiten er überhaupt hat, irgendetwas gegen den Bau von Stuttgart21 zu unternehmen.

Ich fürchte, dass viele Stuttgarter erneut auf einen Parteipolitiker hereinfallen werden, seine Lippenbekenntnisse glauben und gleichzeitig geflissentlich ignorieren, welche Motivation hinter den Versprechungen und Bekenntnissen stecken. Dabei haben wir so viele schmerzhafte Erfahrungen in den vergangenen zwei Jahren gesammelt und haben so häufig am eigenen Leib erlebt, wie tödlich Parteipolitik in einer Bürgerbewegung wirkt! Durch die Mitgliedschaft vor allem der Grünen im Aktionsbündnis sind viele Entscheidungen aus parteipolitischem Kalkül getroffen worden und nicht danach, was für die Bürgerbewegung am besten gewesen wäre. Der Widerstand der Bürgerbewegung wurde auf PR-Tauglichkeit getrimmt, wir mussten sympathisch wirken, durften niemanden stören, weil das ja auf die Parteien zurückfallen würde. Dafür wurde uns die zweifelhafte Ehre zuteil, an runden Tischen der Mächtigen und an ihren Spielchen nach ihren Spielregeln teilzunehmen. Der Widerstand wurde "befriedet" und im Zaum gehalten durch die Parteien - und dadurch sehr stark ausgelaugt.

Und schließlich, nachdem die widerständige Wählerschar für die Erlangung der Macht gesorgt hatte, wurde der Widerstand gegen Stuttgart21 dem Machterhalt der Grün-Roten Landesregierung geopfert - unter dem Vorwand, nur dem Willen des Volkes gerecht zu werden, dabei war von vornherein klar, dass die Bürgerbewegung in der Volksabstimmung gar keine Chance hatte, diese zu gewinnen. Anstatt seinen Überzeugungen und Versprechungen treu zu bleiben, verprellt man lieber erneut und immer wieder einen Großteil seiner Wähler, um weiter regieren zu können. Wer es jetzt noch nicht begriffen hat, dass die Handlungslogik von Parteien kontraproduktiv für Bürgerbewegungen sind, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Wie oft wollen wir uns von Parteien noch an der Nase herumführen lassen? Wie oft lassen wir uns von Parteien noch dreist anlügen?

Für Stuttgart und seine noch immer große und bunte und einflussreiche Bürgerbewegung gegen Stuttgart21 wäre es wohl das beste, wenn sich entweder ein parteiloser, unabhängiger, glaubwürdiger, ehrlicher und authentischer Kandidat fände oder aber wenn eine klare mehrheitsfähige Strategie entwickelt würde, wie die Wahl eines Parteipolitikers zum Oberbürgermeister wenn nicht verhindert so doch mit einer schallenden Ohrfeige und nur mit einem klaren Zeichen des Protests ermöglicht würde.

Auch dazu sollte der zweite Große Ratschlag morgen im Rathaus genutzt werden. Denn die Oberbürgermeisterwahl ist für uns erneut eine große Chance, ein wirklich sichtbares, nicht zu ignorierendes Zeichen unseres Protestes zu setzen - gerade in Richtung der Parteien und der Presse. Unser Widerstand lebt! Ihn nun aus dem engen Korsett der Parteipolitik zu befreien und wieder mit Kreativität und Bürgerwillen zu füllen, ist eine große, aber existenzielle Herausforderung für uns alle! Dazu wird es auch notwendig sein, sämtliche Institutionen unserer Bürgerbewegung auf den Prüfstand zu stellen und uns über Möglichkeiten auszutauschen, wie wir in unserer eigenen Bewegung mehr Demokratie wagen können! Daran sollten alle ein Interesse haben - auch die werten Mitglieder des Aktionsbündnisses und Parkschützerrates selbst!

Oben bleiben!

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Sun, 04 Dec 2011 23:25:00 -0800 5.12.2011 #s21 Frauenblockade, Großer Ratschlag, Rote Liste ... http://zwuckelmann.posterous.com/5122011-s21-frauenblockade-ratschlag-rote-lis http://zwuckelmann.posterous.com/5122011-s21-frauenblockade-ratschlag-rote-lis

Heute früh war im Rahmen der 3. AusSitzen-Aktion eine Baustellen-Blockade von Frauen am GWM angesetzt - und es kamen viele! Bereits um 6 Uhr waren sicher 150 bis 200 Personen vor Ort, von denen sich eine ganze Menge vor die Tore setzten. Leider fing es an zu regnen, aber da die Lokomotive-Trommler und ein paar Blechbläser dort waren, war die Stimmung dennoch gut. Natürlich war auch bald schon die Polizei mit vielen Wannen und Lauschfahrzeugen vor Ort. Sie schafften es heute allerdings nicht, dass die Baufahrzeuge, am Ende sicher zehn, pünktlich um 7 Uhr ins GWM fahren konnten, sondern es wurde 7:30, bis die letzten Sitzblockierer vom Tor entfernt waren. Der Tross fuhr unter lauten Pfiffen und Rufen ins GWM. Vielen Dank allen, die bei diesem Wetter ausgeharrt haben.
Gestern war der große Ratschlag im Rathaus. Dass sich über 700 Befürworter von K21 dort zusammengefunden haben, zeigt das enorme Interesse daran, eine Form des Protests für die Zukunft zu finden. Und offenbar haben sie sie auch gefunden. Näheres soll heute an der Montagsdemo bekannt gegeben werden. Sicher ist, dass es weiterhin Montagsdemos geben wird - zukünftig vor dem Südflügel und in etwas kleinerem bzw. nicht so professionellen, auf die Minute durchgetakteten Rahmen. Schön wäre es, wenn das ganze etwas mehr Raum auch für spontane Reden und Aktionen bieten würde. Und ich würde mich freuen, wenn das Aktionsbündnis zukünftig nicht mehr so stark nach Parteien- und Verbandsinteressen ausgerichtet würde, sondern etwas mehr nach den Bedürfnissen und Wünschen der aktiven Protestgruppen.
Wundern konnte man sich gestern mal wieder über die journalistische Qualität diesmal des SWR. Dieser verlegte in seinen Hauptnachrichten den Südflügel des Kopfbahnhofs kurzerhand an die Neckarstraße - was umso mehr erstaunen muss, sitzt doch das Sendezentrum keinen Kilometer vom Südflügel entfernt eben an jener Neckarstraße. Lieber SWR, der Südflügel liegt an der "Straße am Schlossgarten", falls es Euch noch nicht aufgefallen ist. Vielleicht müssen wir uns gar nicht wundern, dass Ihr uns so selten morgens besucht. Wahrscheinlich steht Ihr an einem anderen Südflügel irgendwo in der Neckarstraße, nicht am Bahnhof oder am GWM, wo wir morgens immer sind, und wundert Euch, dass so wenig los ist oder freut Euch, dass es nichts zu berichten gibt. Danke für dieses journalistische Highlight!
Der Abriss des Südflügels und die Fällung der Bäume naht. Immer wieder macht es mich sprachlos, wie hier in Stuttgart mit dem Denkmalschutz und dem Artenschutz umgegangen wird. Gerne tun Proler diese als lästig ab - aber es gibt diese Regelungen ja nicht aus Spaß oder umsonst, sondern beide haben ja durchaus ihren Sinn und Zweck. Tiere auf der roten Liste wie der Juchtenkäfer gehören nun einmal extrem geschützt genauso wie besonders erhaltenswerte Baudenkmäler wie der Bonatzbau. Mit Sondergenehmigungen lassen sich gerade in Stuttgart offensichtlich alle Regelungen außer Kraft setzen - gerade wenn die unheilige, mafiöse Allianz aus Bahn, Politik und Wirtschaft dies aus Eigeninteresse so will. Stuttgart hat ja auch genügend Baudenkmäler! Und was sind schon kleine Käfer, die eh niemand sieht!
Ich stelle mir aktuell die Frage, welche Partei ich eigentlich noch wählen kann. Die Enttäuschung über die Grünen und vor allem über Kretschmann sitzt tief - zeigt aber eben auch nur, dass die Grünen im Establishement angekommen sind. Vielleicht die Piraten, vielleicht die ÖDP - sicher ist, dass es hier in Stuttgart ein kurzes Grünes Intermezzo sein wird - was vielleicht auch dazu führen kann, dass unser allseits für seine Bodenhaftung und Bürgernähe bewunderte OB Shooster doch noch eine weitere Amtsperiode erhält.
Viele Gründe also, vielleicht in naher Zukunft Stuttgart den Rücken zuzukehren.
Doch bis auf Weiteres gilt: Oben bleiben! Wir schützen den Park!

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