Zwuckelmanns Meinung http://zwuckelmann.posterous.com Meine Meinung zu allem, was mich bewegt - aktuell vor allem zum Widerstand gegen Stuttgart 21 posterous.com Mon, 30 Jan 2012 22:59:00 -0800 31.01.2012 #s21 Wir sind viele, wir sind laut ... #cams21 #sf21 #s9000 http://zwuckelmann.posterous.com/31012012-s21-wir-sind-viele-wir-sind-laut-cam http://zwuckelmann.posterous.com/31012012-s21-wir-sind-viele-wir-sind-laut-cam

"Kaum einer protestiert" (StZ), "die Zahl hielt sich in Grenzen" (StN) und auch im SWR wurde gestern Abend von "abnehmendem Protest" gesprochen - dabei waren gestern Abend auf der Montagsdemo laut Polizei 2.300 Demonstranten anwesend. Natürlich, die Diagnose bezog sich auf den Abrissbeginn am Südflügel. Im Vergleich zum Nordflügel war der sichtbare Protest geringer, aber das ist doch kein Wunder: der Abriss des Nordflügels begann im Hochsommer und an einer gut einsehbaren und nicht komplett gesperrten Straße. Ganz im Gegensatz zum Südflügel, wo immerhin 500 Personen die gesamte Nacht bei strengen Minustemperaturen ausharrten, dann von der Polizei geräumt wurden und von den Absperrungen aus ja nicht einmal den Abrissbagger am anderen Ende des Südflügels sehen konnten. Dass deshalb vergleichsweise wenig Leute vor Ort waren, ist für mich nicht verwunderlich. Denn was sollte man machen, außer am Gitter stehen und trillern?

Umso wichtiger war es, dass gestern Abend so sehr viele Leute zur Montagsdemo kamen. Mit dem anschließenden ohrenbetäubenden Besuch im Bahnhof, dem spontanen Zug quer durch die Stadt und der Blockade des Charlottenplatzes war es eine der kraftvollsten Montagsdemonstrationen, die wir je hatten! Ein sehr starkes Zeichen! (siehe hierzu wie immer www.cams21.de) Die Wut und Empörung treibt nämlich - Volksabstimmung hin, Kleingerede her - immer noch tausende Stuttgarter auf die Straße. Und dessen sollten sich die Projektpartner gewärtig sein: Unser Protest wird nicht nachlassen! Wir sind viele und wir bleiben viele! Und wir bleiben laut und ungemütlich!

Warum die Bahn es gerade mit dem Südflügel so eilig hat, sollte jedem klar sein, der die Planungen der Bahn zum Grundwassermanagement verfolgt. Nachdem ja bereits vor Monaten die Menge von 3 auf über 6 Mio Kubikmeter erhöht wurde, scheint diese Menge ja aktuell auch nicht mehr auszureichen, so dass das GWM vergrößert werden muss. Für die Erweiterung des GWM benötigt die Bahn Platz. Und diesen Platz hat sie nur auf dem Gelände des Südflügels. Da das Grundwassermanagement eine notwendige Voraussetzung für sämtliche Tiefbauarbeiten sind, muss die Bahn nun also zusehen, dass sie so schnell wie möglich dieses in der richtigen Dimensionierung betriebsbereit bekommt. Wie man heute noch, nach so vielen Jahren Planungen, nicht wissen kann, wie viel Wasser tatsächlich abgepumpt werden muss, spricht Bände für das bestgeplante Projekt der Bahn!

Für uns heißt es jetzt, Kräfte sammeln, vorbereiten und dann vielleicht schon in wenigen Tagen präsent sein, wenn die Hundertschaften erneut in Stuttgart einfallen, um den Schlossgarten abzusperren und die Zeltstadt zu räumen, damit die Bahn die Bäume fällen kann. Ich weiß, an welchem Baum ich sitzen werde, nicht umsonst bin ich vor langer Zeit genau für diesen Baum Pate geworden! Nachdem die Einrichtung des Grundwassermanegements inklusive notwendigem Probebetrieb noch über ein Jahr dauern wird, ist es absolut nicht akzeptabel, dass bereits heute die Bäume gefällt und damit nicht rückgängig zu machende Fakten geschaffen werden. Und da die Landesregierung sich ignorant auf das Ergebnis der Volksabstimmung zurückzieht, das Denken eingestellt hat und der Bahn in vorauseilendem Gehorsam den Gestattungsvertrag für den Park unterschrieben hat, müssen wir Bürger, wir Parkschützer, wir Baumpaten unsere Bäume schützen!

Oben bleiben!

 

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Wed, 25 Jan 2012 22:12:00 -0800 26.01.2012 #s21 Schwarzarbeit, Abrissbagger und Parkräumung #cams21 #s9000 http://zwuckelmann.posterous.com/96231381 http://zwuckelmann.posterous.com/96231381

Thema Schwarzarbeit:

Bereits Mitte August 2010 wurde auf der Baustelle der Deutschen Bahn AG am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs Schwarzarbeit entdeckt. Wie der SWR und die StZ berichteten, hat der Zoll nun erneut auf S21-Baustellen Schwarzarbeit entdeckt. 14 von 35 überprüften Arbeitern waren zu Dumpinglöhnen und nicht angemeldet auf den Baustellen beschäftigt.

Wenn heute bereits bei den bauvorbereitenden Arbeiten 40% der Arbeiter schwarz und unterbezahlt arbeiten, lässt sich erahnen, unter welch enormen Preisdruck die Auftragnehmer der Bahn stehen müssen und welches Ausmaß an Schwarzarbeit bei S21 zu erwarten ist, wenn erst einmal die tatsächlichen Arbeiten losgehen sollten. Die Folgen des massiven Preisdrucks zeigen sich aktuell in Berlin, wo der erst wenige Jahre alte Hauptbahnhof bereits jetzt für Millionen Euro renoviert werden muss. Nur dass die Risiken, bei denen billige Murksarbeit lebensgefährlich wird, bei Stuttgart21 wesentlich zahlreicher und vielfältiger sind.

Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass die Bahn, wie vorgestern auch bekanntgeworden ist, sogar noch mehr als die bereits nach oben korrigierte doppelte Menge des ursprünglich geplanten Volumens an Grundwasser abpumpen muss, ist man geneigt, zu glauben, dass die Bahn auch ihre Planer nicht nach Qualität und fachlicher Eignung auswählt sondern nach Lohnhöhe oder Tarifklasse. Nach 15 Jahren Planungszeit und intensivsten geologischen Untersuchungen sollte man eigentlich davon ausgehen können, dass die Bahn genau weiß, wieviel Grundwasser im Untergrund von Stuttgart fließt. Dass sie es bis heute offenbar nicht weiß, stärkt nicht unbedingt das Vertrauen in das Projekt und in die fachliche Eignung der Bahn, ein derartiges Projekt durchzuführen.

Thema Abrissbagger:

Heute Nacht wurde unter Polizeischutz ein Abrissbagger am Südflügel angeliefert. Hierzu wurde die Straße am Südflügel gesperrt. Nachdem der Bagger nun also in der Baustelle ist, kann er jeden Augenblick in Bewegung gesetzt werden - auch wenn die Polizei offenbar mitteilte, dass heute noch nichts derartiges passiert.

Umso wichtiger ist es, jeden Tag, jeden Morgen, jeden Mittag und auch jeden Abend präsent zu sein und sowohl den Arbeitern als auch der Polizei als auch der Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass wir mit diesem Projekt nicht einverstanden sind und dass wir uns unter den gegebenen Umständen und mit dem Wissen, dass nahezu jede Aktivität der Bahn rechtlich durchaus fragwürdig ist, aktiv gegen die Schaffung von Fakten stellen. Der Südflügelabriss ist heute nicht notwendig und darf deshalb nicht durchgeführt werden! In diesem Zusammenhang und auch in Bezug auf die Parkräumung sei auf unten angehängten Flyer hingewiesen.

Übrigens wird auch im GWM gearbeitet. Nicht unbedingt handwerklich, aber gestern wollten sechs Fahrzeuge ins GWM einfahren, ein Hölscher-Bus war auch darunter. So sieht meiner Meinung nach kein Baustopp aus. Die Bahn verstößt auch hier wieder einmal gegen gerichtliche Bechlüsse.

Thema Parkräumung und Baumfällung:

Das Aufenthalts- und Betretungsverbot der Stadt Stuttgart für den Mittleren Schlossgarten ist seit gestern also durch den Beschluss des Verwaltungsgerichts Stuttgart offiziell in Kraft getreten, so dass der Park theoretisch jederzeit geräumt werden kann. Gleichzeitig hat jedoch der BUND in einer Pressemitteilung angekündigt, eine Einstweilige Verfügung erwirken zu wollen, falls das Eisenbahnbundesamt die Baumfällungen trotz aller begründeten natur- und artenschutzrechtlichen Bedenken für rechtens erklärt. In einem langen Schriftsatz der Anwälte des BUND wird detailiiert und für jeden nachvollziehbar aufgezeigt, wie stiefmütterlich und nebensächlich die Bahn bisher den Natur- und Artenschutz behandelt hat. Es sind mitnichten nur die Juchtenkäfer oder die Fledermäuse, die von der Baustelle bedroht sind, sondern wesentlich mehr Arten. Die Arroganz der Macht und die Überheblichkeit der Bahn in Bezug auf geltendes Recht zeigt sich hier besonders beispielhaft.

Wie realistisch eine baldige Parkräumung ist, bleibt weiterhin fragwürdig. Es gibt mehrere Szenarien, wie eine Parkräumung von statten gehen kann. Wieiviel Vorlauf die Polizei für einen solchen Einsatz benötigt, ist genauso unklar und hängt vor allem davon ab, wie sie die Lage und die Stärke des Widerstandes einschätzt. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass die Polizei sich traut, mit den 600 jederzeit verfügbaren Polizisten eine derartige Aktion durchzuführen, denn natürlich wird der Widerstand gegen dei Räumung des Schlossgartens wesentlich mehr Bürger mobilisieren als die Räumung der Straße am Südflügel oder die Räumung des Gebhard-Müller-Platzes.

Wichtig ist, dass wir weiterhin aufmerksam bleiben, noch wachsamer und noch vorsichtiger, denn wie sich zeigt, werden Nacht-und-Nebel-Aktionen im Zusammenhang von Stuttgart21 zur Regel.

Oben bleiben!

mobilisierungsflyer.pdf Download this file

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Tue, 24 Jan 2012 00:47:00 -0800 24.01.2012 #s21 Der Widerstand lebt #cams21 #s9000 http://zwuckelmann.posterous.com/24012012-s21-der-widerstand-lebt-cams21-9000 http://zwuckelmann.posterous.com/24012012-s21-der-widerstand-lebt-cams21-9000

Der Widerstand lebt! Zugegeben, "Widerstand" in Stuttgart hat (bisher) eine andere Bedeutung und Ausprägung als Widerstand beispielsweise im Val di Susa oder in Hamburg oder in Berlin, er ist absolut friedlich und erschöpft sich meist in Demonstrationen. Viel eher ist wohl der Begriff der Bürgerbewegung geeignet, die Gegnerschaft zu Stuttgart21 zu umschreiben.

Egal ob Widerstand oder Bürgerbewegung, die Gegnerschaft gegen Stuttgart21 ist so agil und präsent wie eh und je und jeder, der uns einreden will, dass wir nach der Volksabstimmung in der Bedeutungslosigkeit verschwinden würden, muss sich eines besseren belehren lassen.

Sichtbares Zeichen unserer Präsenz war nach den sehr gut besuchten Demonstrationen der vergangenen Wochen gestern die Montagsdemo mit sicher 2.000-3.000 Demonstranten, die spontan in mindestens zwei unterschiedlichen Zügen Richtung Rathaus marschierte. Die offizielle Route durch den Park war einigen Teilnehmern zu "bürgerlich", so dass sich spontan mehrere Hundert Demonstranten abspalteten und Richtung Wagenburgtunnel zogen und die Kreuzung dort besetzten - um ihren Unmut und ihre Empörung über die Nacht-und-Nebel-Aktion am Wagenburgtunnel auszudrücken (http://picasaweb.google.com/102312444829271982174/DerTagDanachAmGebhardMullerPlatz Zum Vergleich ein Bild vom August 2011 siehe ganz unten). Danach ging es weiter Richtung Rathaus. Dort wurden wohl zwei große Mülltonnen mit Holzhackschnitzeln angeliefert - was bei Weitem nicht der Menge entspricht, die am Wagenburgtunnel fabriziert wurde! (Bilder zur Demo und den diversen Demozügen: http://picasaweb.google.com/102312444829271982174/108Montagsdemo - Danke an LoB)

Nach der Demo gab es im Rathaus eine Podiumsdiskussion zum Thema "Stuttgart21 und die Krise", wo der Versuch unternommen wurde, das Projekt Stuttgart21 vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschafts-, Euro- und Schuldenkrise einzuordnen. Der große Rathaussaal war brechend voll. Wenn ich es schaffe, schreibe ich hierzu noch einen separaten Bericht. Nett war eine kleine Begebenheit, als ich um kurz nach 9 Uhr das Rathaus verließ: unser OB wurde in seinem eigenen Rathaus blockiert :-) Einige Bürger standen an der Ausfahrt des Rathaushofes und wollten einfach nicht beiseite gehen, als der OB herausfahren wollte. Schnell war Polizei vor Ort. Ich nehme an, dass der OB irgendwann dann auch herausfahren konnte - wollte mir das aber nicht bis zum Ende ansehen, weil es heute früh ja wieder früh raus ging:

Drittes kraftvolles Zeichen der Lebendigkeit der widerständigen Bürgerbewegung war die heutige Blockade der Baustellen am Südflügel und am GWM. Alle drei Bautore waren von Demonstranten für Fahrzeuge blockiert. Insgesamt waren ab 6 Uhr mehr als 50 Demonstranten anwesend. Die Bauarbeiter parkten neben den Baustellen und liefen zu Fuß zu ihren Arbeitsplätzen - sie wurden ohne Probleme durchgelassen, so dass der Bagger bereits kurz nach 7 Uhr zu rattern anfing. Erst um kurz vor acht Uhr wurde am Tor gegenüber der GWM-Einfahrt ein großer Baustoff-Laster blockiert. Schnell hatte die Polizei, die zuvor bereits im Minutentakt die Straße am Schlossgarten entlangfuhr, um die Lage zu checken und Demonstranten zu zählen, eben diese Straße für den Verkehr gesperrt. 10-15 Wannen waren vor Ort und räumten nach einer Polizeiansage die Blockade vor dem Bautor. Gegen 8:20 konnte der Laster in die Baustelle einfahren.

Wie auch immer sich die Lage bezüglich des Baustopps am GWM entwickelt, bin ich mir sicher, dass sich in den kommenden Tagen wieder zahlreiche Empörte finden werden, die sich vor die Bautore stellen, um zu zeigen, dass sie mit den Vorgängen in Stuttgart nicht einverstanden sind.

Oben bleiben!

Update: und hier noch bildlich gefasst, warum so viele Stuttgarter auf die Straße gehen:  (Wer sich über die genauen Rodungspläne informieren will, findet hier eine hervorragende Aufstellung der Baumpaten: http://www.baumpaten-schlossgarten.de/?seite=aktuelles&id=20)

Baustelle

(Falls der Urheber dieses Bildes Einwände gegen die Veröffentlichung hier hat, möge er sich bitte melden, dann werde ich es umgehend entfernen (zwuckelmann(at)gmx.net))

Update: Der Gebhard-Müller-Platz im August 2011 - dort wächst nun gar nichts mehr!

Gebhard-muller-platz_aug2011

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Thu, 19 Jan 2012 00:17:00 -0800 19.01.2012 #s21 Die Verführbarkeit der Stuttgarter Medien #cams21 http://zwuckelmann.posterous.com/19012012-s21-die-verfuhrbarkeit-der-stuttgart http://zwuckelmann.posterous.com/19012012-s21-die-verfuhrbarkeit-der-stuttgart

Offener Brief an Josef-Otto Freudenreich, Kontext:Wochenzeitung


Lieber Herr Freudenreich,

offenbar hat die Kontext:Wochenzeitung ordentlich Gegenwind erhalten wegen Ihrer Einbettung in die Arme(e) der Polizei während der Räumung der Straße am Schlossgarten. Nicht anders ist Ihr Artikel "Ein Schritt daneben" zu verstehen, in dem Sie sich nochmals rechtfertigen, warum sie sich haben einbetten lassen. Ich bin froh über diesen Gegenwind und erschreckt über Ihre Reaktion darauf! Natürlich ist es immer gut, auch mal ein Schritt neben sich zu stehen - man sollte aber tunlichst darauf achten, wo man steht, denn am Abgrund (und Ihre Zeitung steht bei Weitem nicht auf festem Grund) lässt man das wohl besser. Aber Sie haben sich anders entschieden.

Neben Ihrer Rechtfertigung, dass Sie ja nicht nur eingebettet gewesen wären, sondern auch uneingebettet vor Ort waren, so also beide Sichten hätten, ist in meinen Augen scheinheilig, denn darum geht es ja gar nicht. Und wenn Sie Ihren Kritikern vorwerfen, "überall nur Feinde zu wähnen" und damit implizit sagen, dass die Gegner von S21 nicht differenzieren könnten, sondern alle und jeden über ein und denselben Kamm scheren würden, liegen Sie auch falsch und haben ganz offensichtlich nicht verstanden, um was es hier geht. Und genau dieses Unverständnis erschreckt mich zutiefst und lässt mich zweifeln, ob ich Kontext wirklich weiterhin unterstützen möchte!

Ich will versuchen, Ihnen zumindest meine Kritik an Ihrem Verhalten darzulegen: meine Kritik an Ihrer Einbettung speist sich aus der Gewissheit, dass Sie ein zentrales Stück Ihrer journalistischen Seele verkauft und damit der gesamten anderen schreibenden und berichtenden Zunft einen Bärendienst erwiesen haben. Anstatt konsequent die Fahne der Pressefreiheit hoch zu halten und zu verteidigen und darauf zu pochen, als Journalist ungehinderten Zugang zu dem geplanten Einsatz zu erhalten, wie es Ihr gutes Recht gewesen wäre, haben Sie sich verführen lassen. Die Polizei hat Ihnen ein Stöckchen hingehalten, und sie sind darüber gesprungen, anstatt sich das Stöckchen genau anzusehen, wie es Ihre journalistische Pflicht gewesen wäre, und sich genau zu überlegen, was es nicht nur für Sie selbst, sondern für den Journalismus ansich bedeutet, wenn Sie jetzt darüber springen.

Sie rechtfertigen Ihr Handeln damit, dass andere Mitarbeiter der Zeitung Ihnen beim Springen zusehen würden und dass das sogar die Objektivität der Berichterstattung fördern würde. Dabei übersehen Sie, dass Sie durch Ihren Sprung, durch Ihren One-Night-Stand (oder wird dies nun gar eine länger andauernde Affäre?) eben den eingebetteten Journalismus legitimieren und für Recht erklären. Und das genau ist er nicht, Herr Freudenreich! Eingebetteter Journalismus ist kein besonderes Recht, sondern beschneidet Ihr und unser aller Recht auf freie Berichterstattung und Pressefreiheit!

Aus dem Bericht Ihrer eingebetteten Journalisten ist herauszulesen, wie geehrt diese sich fühlten, wie gebauchpinselt, von der Polizei eingeladen worden zu sein, mal hinter die Kulissen schauen zu dürfen und im Polizeibus neben all den vielen Uniformierten stehen zu dürfen. Das hat eben nichts mit ehrlichem Journalismus zu tun! Darüber hinaus hat der Bericht darüber einen Informationswert, der gegen Null tendiert! Und wenn das Fazit der Journalisten ist, dass dann während des tatsächlichen Einsatzes die Einbettung keine Rolle mehr gespielt hätte, weil ja auf der Straße am Schlossgarten alle Journalisten sich frei hätten bewegen dürfen, ist das ebenso kurz gedacht wie heuchlerisch. Denn nur, weil die Polizei auch zum Beispiel meinen Kollegen von cams21 erlaubte, von dort zu berichten, sind wir und alle anderen nicht eingebetteten eben auf den guten Willen der Polizei angewiesen gewesen! Sind Sie sich sicher, dass die Polizei diesen Goodwill auch bei der Parkräumung
zeigen wird?

Wäre es nicht viel ehrlicher gewesen, zu berichten, dass die Inszenierung der Polizei komplett übertrieben gewesen ist und ganz offensichtlich einzig dem Zweck diente, aller Welt zu zeigen, wie bedacht und deeskalierend sie vorgeht? Waren Sie in der vergangenen Woche jemals vor Donnerstag Nacht am Südflügel? Dann hätten Sie sehen können, dass wir nachts oft nur 5 bis 10 Leute waren. Es wäre ein Leichtes gewesen, die Straße zu räumen, es hätte weder 2.000 Polizisten dafür bedurft noch aufblasbare, beleuchtete Ausgangsschilder, noch Laufanzeigen am Polizeibus, noch ein Transparent aus dem Fenster, das den Weg zum Ausgang weist. Der Einsatz wäre innerhalb einer halben Stunde erledigt gewesen! Es wäre aber natürlich weit weniger öffentlichkeitswirksam gewesen als das nun platt inszinierte Räumungs-Event. Die Finte der Polizei, im Schlossgarten anzukündigen, die Zeltstadt zu räumen, um möglichst viele Gegner von der Straße in den Park zu locken, wird von Ihnen zwar erwähnt, dass die Polizei hier aber ungesehen von den eingebetteten Medien durchaus provozierte und vielleicht auch Panikhandlungen von Bewohnern oder Parkschützern willentlich in Kauf genommen hat, bleibt gänzlich unerwähnt. Auch wissen Sie wahrscheinlich nicht, dass Fotografen und Filmteams absichtlich von den Polizisten im Park geblendet wurden, um eine bildliche Berichterstattung der Vorgänge dort zu verhindern. Dass die Polizei, sobald die eingebetteten Medien nicht mehr anwesend waren, wesentlich ruppiger vorgegangen sind, wissen Sie natürlich auch nicht. Und genau das passiert wohl, wenn man sich in fremde Betten legt - man wird blind für das, was wirklich passiert und legitimiert gleichzeitig das unanständige Angebot der Polizei

Dadurch dass Sie durch Ihre Einbettung diese Form des exklusiven, abhängigen Journalismus gutheißen und legitimieren, beschneiden Sie uns allen anderen unsere Rechte! Und genau das werfe ich Ihnen vor! Durch die Teilnahme an dieser Aktion leistet die Kontext:Wochenzeitung der Aushölung der Pressefreiheit Vorschub. Und das möchte ich eigentlich nicht unterstützen.

Es grüßt Sie enttäuscht
Ihr Zwuckelmann

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Tue, 03 Jan 2012 22:21:00 -0800 04.01.2012 #s21 #cams21 Frühstück im Solarcafe am Südflügel http://zwuckelmann.posterous.com/04012012-s21-cams21-fruhstuck-im-solarcafe-am http://zwuckelmann.posterous.com/04012012-s21-cams21-fruhstuck-im-solarcafe-am

An der Straße am Schlossgarten ist seit heute früh um 6 Uhr absolutes Halteverbot. Mit den bekannten Vorbereitungen der Sperrung dieser Straße (geänderte Verkehrsführung, Warnbarken etc.) müssen wir damit rechnen, dass sich die Polizei in der Straße am Schlossgarten bald häuslich einrichten wird bzw. diese für den Abriss des Südflügels weiträumig absperren wird.

Deshalb harrten heute Nacht einige Aktivisten am Südflügel aus, um im Fall der Fälle Alarm zu schlagen. Heute früh am fünf Uhr versammelten sich dann immer mehr Befürworter einer zukunftsgerichteten Verkehrspolitik am Südflügel, errichteten dort eine lange Tafel und luden ein zum Frühstück mit Kaffee, Brezeln und Weckle. Die Stimmung war gut und wird noch immer gut sein. Als ich ging, waren sicher 50 Menschen vor Ort - die sich über weiteren Besuch freuen. Die Polizei hält sich komplett im Hintergrund, rund um den Bahnhof gibt es keine außergewöhnlichen Bewegungen. Geplant ist, das "Solar-Cafe" geöffnet zu halten, so dass es heute Mittag um 12 Uhr wohl ein warmes Mittagessen gibt, um 13 Uhr ist ein offenes Plenum geplant. Bestimmt gibt es am Nachmittag auch Kaffee und Kuchen. Schaut einfach mal vorbei!

Vor einer Tür des Südflügels (ich glaube, es ist genau die, wo Hamburger Gitter eingelagert wurden ;-) hat sich eine sogenannte Stuttgarter Müllverwehung gebildet. Bei dem Wind, der heute nacht herrschte, ist das auch kein Wunder - und es muss sicher akut mit weiteren derartigen Naturschauspielen gerechnet werden. Die Polizei bewacht diese Verwehung und wartet offenbar darauf, dass die Stadt die Dinge, die sich dort angesammelt haben, entsorgt.

Medienberichten zufolge wartet die Polizei weiterhin ab, wie sich die Situation mit der Baugenehmigung der Bahn entwickelt. Das ist erfreulich, wenn es stimmt, erleichtert uns die Situation aber nicht, denn die Unsicherheit, wann der geplante Großeinsatz nun beginnt, bleibt.

Wir bleiben auch: Wir bleiben vor Ort! Wir bleiben wachsam! Und wir bleiben oben!

 

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Mon, 28 Nov 2011 06:36:00 -0800 Rückbesinnung - Zurück zu unseren Wurzeln im Park http://zwuckelmann.posterous.com/ruckbesinnung-zuruck-zu-unseren-wurzeln-im-pa http://zwuckelmann.posterous.com/ruckbesinnung-zuruck-zu-unseren-wurzeln-im-pa

Irgendwie ist alles wie am Anfang ... Ich wurde vor Jahr und Tag Parkschützer, um den Park und die vielen alten schönen Bäume zu schützen. Die Situation schien damals fast aussichtslos. Mehrheiten spielten keine Rolle. Ich informierte mich ein wenig, redete viel mit anderen Leuten im Park, lernte, ging auf die Straße. Dann kam der 30.09.2010, einer der schlimmsten Tage meines Lebens! Noch wochenlang hatte ich Albträume - und habe an diesem Tag den Respekt vor der Polizei verloren! Der Protest wurde stärker und stärker - und um uns zu kontrollieren und mundtot zu machen, wurden wir in Diskussionen im Rahmen der "Schlichtung" verstrickt, mussten plötzlich Experten auf allen Feldern sein, sollten angeblich auf Augenhöhe mitreden dürfen. Der Widerstand musste sich deshalb extrem professionalisieren. Mit dem Anwachsen des Protests wurde auch das Aktionsbündnis immer größer und gleichzeitig schwerfälliger, plötzlich hatten wir Leithammel und Pressesprecher. Mit dem Stresstest wurden Fakten und Argumente noch wichtiger, wir zermarterten uns den Kopf über Fahrzeiten, Doppelbelegungen, über Haltezeiten und Zulaufgleise, wir entlarvten die Lügen der Bahn und der SMA. Doch half das alles nichts. Bei der aufgezwungenen Volksabstimmung versuchten wir, weiterhin mit unseren Fakten zu punkten, stampften ein mittelständisches Unternehmen aus dem Boden, das mit unser aller Hilfe in ganz Baden-Württemberg die Werbetrommel rühren sollte - und wurden schließlich durch die mobilisierungsgewohnten und mobilisierungsfähigen ressourcenmächtigen Strukturen der Pro-Fraktion und ihre geballten Angst- und Lügenkampagne überholt. Unser Ergebnis ist gegen die Macht von CDU, FDP, SPD, StZ, StN, SWR, IHK, Oberbürgermeister, diverse Bürgermeister und Landräte nicht schlecht ausgefallen, aber eben nicht gut genug.

Vielleicht haben wir über diese ganzen argumentativen Ablenkungsmanöver, die uns übergestülpt wurden, etwas aus den Augen verloren, worum es uns wirklich ging und geht: Jeden Tag sehe ich die großen, stattlichen, mächtigen Bäume im Park, die zwei Weltkriege, viele Bombenangriffe und den eiskalten Nachkriegswinter überstanden haben und mir im Sommer angenehmen Schatten spenden. Diese gesunden, prächtigen Bäume unwiederbringlich zu fällen ist und bleibt für mich ein Frevel und nicht akzeptabel! Hierfür werde ich mich wieder in den Park setzen und friedlich auch gegen Schlagstock und Pfefferspray Widerstand leisten! Nordflügel und Südflügel lassen sich wieder aufbauen, eine Grube lässt sich wieder zuschütten - so alte Bäume sind aber unwiderbringlich dahin! Selbst wenn heute neue Bäume gepflanzt würden, erleben nicht einmal unsere Kinder diese in der Größe und Pracht der heutigen Bäume! Vielleicht unsere Kindeskinder - welch ein Wahnsinn!

Ich lade Euch alle ein, wieder und immer wieder in den Park zu kommen und Euch zu vergewissern, was Euch antreibt! Redet endlich wieder miteinander, besprecht, was passieren soll, wenn sie spätestens im Januar tatsächlich an die Bäume gehen, bestärkt Euch in der Richtigkeit Eures Tuns, betrachtet die Bäume! Mir macht der Anblick der Bäume Mut! Zumindest für sie werde ich friedlich protestieren und weiterhin Widerstand leisten indem ich mich wieder setze.

Oben bleiben!

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Tue, 08 Nov 2011 22:48:00 -0800 09.11.2011 #s21 #9000 Der Wahnsinn gewinnt an Kontur http://zwuckelmann.posterous.com/09112011-s21-9000-der-wahnsinn-gewinnt-an-kon http://zwuckelmann.posterous.com/09112011-s21-9000-der-wahnsinn-gewinnt-an-kon

Die Rahmenbedingungen für die nahe Zukunft sind:

  • am 27.02. endet die vegetationsfreie Periode, bis dahin müsste die Bahn im Park Fakten geschaffen haben
  • Innerhalb von 3 bis 4 Wochen will die Bahn die Fakten geschaffen haben
  • 200 Containerzellen auf dem Cannstatter Wasen
  • 9.000 Polizisten in drei Schichten a 3.000 sollen kommen, um das Gebiet Südflügel und geplante Baugrube im Mittlerer Schlossgarten zu schützen
  • Südflügelabriss und Baumfällungen werden parallel durchgeführt
  • Ob die Gewerkschaft der Polizei einen so massiven Einsatz über die Weihnachtsfeiertage zulässt, ist äußerst fraglich
  • Ein solch massiver Einsatz vor der Volksabstimmung wäre sicher nicht durchsetzbar
  • Also bleibt für einen geregelten, vorbereiteten Einsatz der Zeitraum direkt nach der Volksabstimmung bis vor Weihnachten oder aber direkt nach Weihnachten bzw. im neuen Jahr
  • Die Polizei ist darauf angewiesen, dass die Bahn ihre Aktivität rechtzeitig, das heißt mindestens zwei Wochen im Voraus ankündigt. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass ein so großer Einsatz in vollkommener Geheimhaltung geplant werden kann. Sollte die Bahn schneller loslegen wollen, wird es zum Chaos kommen.

Ich sitze am Frühstückstisch und kann ob dieses Wahnsinns nur mit dem Kopf schütteln! Wenn man ein Projekt nur so glaubt durchsetzen zu können, muss etwas gewaltig schief gelaufen sein!

Und ich bleibe dabei: S21 fällt durch den Protest auf der Straße! Also packt Euren Demo-Rucksack und spart Euch Euren Urlaub für den "D-Day"!

Unfassbarer Wahnsinn, das alles!

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Mon, 16 May 2011 05:56:00 -0700 16.05.2011 #s21 #k21 Der neue Politikstil im Ländle macht sich sachte, aber sicher an vielen Stellen wohltuend bemerkbar http://zwuckelmann.posterous.com/16052011-s21-k21-der-neue-politikstil-im-land http://zwuckelmann.posterous.com/16052011-s21-k21-der-neue-politikstil-im-land

Es war gut, dass heute nacht bzw. heute früh so viele Aktive auf beiden Seiten des Südflügels präsent waren. Das war ein gutes und starkes Zeichen, dass wir noch immer mobilisieren können und uns nicht an der Nase herumführen lassen! Wir bleiben weiter wachsam!

Ich wundere mich, warum nun immer mehr Parteien darauf drängen, dass die Zelte im Schlossgarten abgebaut werden. Die Zelte stehen für unseren Widerstand. Wen die Zelte stören, will nicht zur Kenntnis nehmen, dass genau dort, wo die Zelte stehen, in naher Zukunft eine Baugrube riesigen Ausmaßes entstehen soll. Wen die Zelte stören, schwenkt ein auf die offizielle Linie des Lügenpacks! Solange das Projekt nicht endgültig gestoppt ist, sollen die Parkbewohner bleiben, wo sie sind, denn sie werden dort gebraucht  - als stetiges Zeichen der Parkbedrohung und gleichzeitig unseres unerschütterlichen Widerstands!

Die Aufregung um die Äußerung von Winfried Herrmann, dass er das Verkehrsministerium bei einem Weiterbau von Stuttgart 21 nicht mehr weiter führen möchte, empfinde ich nicht als "Anfang vom Ende" oder als Eingeständnis, Minister auf Abruf zu sein. Ganz im Gegenteil finde ich es unglaublich ehrlich und wahrhaftig! Herrmann wäre doch nicht mehr glaubwürdig, wenn S21 realisiert würde, denn alles, was er dann machte, würde auf die Schädlichkeit in Bezug auf S21 untersucht. Insofern finde ich seine Äußerung wohltuend konsequent. Was gibt es besseres, als wahrhaftige Politiker, die nicht an ihren Stühlen kleben, sondern für ihre Überzeugungen mit aller Konsequenz einstehen! Ja, man kann den anderen Politikstil bereits merken, auch wenn es vielen nicht gefällt.

Im Gegensatz dazu ärgert mich Herr Hück, Betriebsrat bei Porsche, mit seinen Äußerungen doch sehr. Die Kritik von Kretschmann an der Spritschluckerlobby ist doch nur gerechtfertigt! Wer ist aber nun der rückwärtsgewandte Fortschrittsverweigerer? Auf eine Technologie zu setzen, die auf der einen Seite durch die Ressourcen sehr begrent ist und auf der anderen Seite ungemein schädlich für die Umwelt ist, kann man nicht fortschrittlich nennen! Die Automobilindustrie ist sicher wichtig und soll auch wichtig bleiben, aber genauso wie der Atomkurs der Schwarz-Gelben Bundesregierung wichtige Impulse bei der Entwicklung der erneuerbaren Energien verhindert hat, verhinderte die Schwarz-Gelbe Landesregierung notwendige Impulse in zukunftsfähige Antriebstechniken. Dass der Verbrennungsmotor und der Individualverkehr ein Auslaufmodell sind, entspricht doch nur der Realität! Der Realität nicht ins Auge zu sehen, ist jedoch der sichere Anfang vom Ende für Unternehmen. Insofern ist auch hier die neue Mentalität der Regierung spürbar - nicht wegschauen und vertuschen und die Realität nicht wahrhaben wollen und warten bis kurz vor knapp, sondern Realitäten aussprechen, auch wenn sie weh tun, neue Wege suchen und mit Veränderungen aktiv umgehen, das sollte der neue Politikstil sein.

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